#Leinenliebe

Warum wir Leinen lieben

Leinen ist bereits seit 30 Jahren die Kernkompetenz von Clemens Dörr, dem Gründer und Inhaber von elemente clemente. Schon am Anfang seiner Karriere als Modemacher stand Leinen als wichtigster Stoff für seine Kreationen an erster Stelle. Heute verarbeitet elemente clemente ausschließlich europäisches Qualitätsleinen aus Irland und Italien.

Leinen hat eine lange Geschichte

Leinen ist ein Textil, das aus der in Europa und Zentralasien endemischen Flachspflanze gewebt wird. Es ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und vereint bis heute viele unschlagbare Vorteile in sich.

Die wunderschöne Naturfaser wird bereits seit vielen tausend Jahren für Kleidung verwendet. Es gibt archäologische Leinenreste aus der Schweiz, die ins Jahr 8000 v. Chr. zurückdatiert werden können. Leinen galt im alten Ägypten als Währung, diente als Kleidung und wurde zur Mumifizierung verwendet. Das sogenannte TarkhanDress[1] wurde in einem ägyptischen Grab gefunden. Das Leinenkleid ist mehr als 5.000 Jahre alt und damit das älteste je gefundene gewebte Kleidungsstück der Welt.

Leinen ist vielseitig

Diese lange Geschichte unterstreicht, dass Leinen ein sehr nachhaltiges und vielseitiges Textil ist. Leinen ist sowohl bei warmem Wetter kühl als auch bei kaltem Wetter warm. Der Stoff ist langlebig und wird weicher mit dem Alter. Es ist völlig natürlich, erfordert keine Verarbeitung von Chemikalien zu Textilien und ist vollständig biologisch abbaubar. Durch seine Langlebigkeit eignet er sich gut zum Ausbessern und erweist sich dadurch auch in dieser Hinsicht als nachhaltig.

Leinen ist genügsam

In der Herstellung ist Leinen wesentlich nachhaltiger als Baumwolle. Die Flachspflanze benötigt deutlich weniger Wasser bis zur Ernte im Vergleich zu der gleichen Menge Baumwolle. Beim Flachs reicht der natürliche Regenfall für das Pflanzenwachstum aus und es wird keine zusätzliche Bewässerung benötigt.

Flachs ist sehr anspruchslos und gedeiht sogar auf schlechten Böden bestens. Dagegen benötigt Baumwolle große Anbauflächen mit reichem Boden. Außerdem werden beim Anbau von Flachs 5-mal weniger (bis gar keine) Pestizide und Dünger verwendet als beim Baumwollanbau, da Flachs nicht so anfällig ist. Flachsanbau ist ressourcen- und umweltschonend. Beim Baumwollanbau werden in der Regel viele Pestizide verwendet, um die Ernte und den Ertrag nicht zu gefährden.

Unter den richtigen Bedingungen kann Leinen ohne Dünger und auf Randflächen angebaut werden, die für die Nahrungsmittelproduktion ungeeignet sind. Es ist eine sehr produktive Ernte, die eine weitaus größeren Ertrag liefert als Baumwollkulturen.

Vor allem in China wird herkömmliches Leinen durch Wasserröste zu Fasern verarbeitet. Dies beinhaltet das Einweichen der Flachpflanze in Flüssen oder Wasserstraßen und führt dazu, dass eine große Menge von Schadstoffen in die Wasserstraßen gelangt. Dazu gehören Chemikalien sowie natürliche Abfälle. Überschüssiges Pflanzenmaterial in den Wasserstraßen stört das Ökosystem und führt zu einem Ungleichgewicht.

Es gibt umweltfreundlichere Verarbeitungsmethoden.

Die Feldröste ist ein traditionsreiches und naturnahes Verfahren, bei dem die geschnittenen oder gerauften Pflanzenstängel auf dem Feld oder einer Wiese ausgelegt werden. Im Röstprozess lösen sich dann mit Hilfe von Mikroorganismen die Pektine im Pflanzenstängel auf natürliche Weise aus und die festen Holzbestandteile trennen sich von den Fasern. Dieser Vorgang dauert zwar mehrere Wochen, ist aber besonders nachhaltig, da die ausgelösten Bestandteile in den Boden übergehen und ihn ganz natürlich düngen. Bei einer erneuten Bepflanzung des Feldes muss somit gar nicht oder nur minimal gedüngt werden. Das ist gut für Umwelt und Natur. Wir verwenden ausschließlich Leinen, das mit diesem Verfahren bearbeitet wurde.

Im Allgemeinen hat in Europa hergestelltes Leinen einen viel geringeren ökologischen Fußabdruck- schon, weil die Transportwege viel kürzer sind- und eine höhere Qualität.

Insgesamt kann man also sagen, dass Leinenanbau- und Verarbeitung um ein Vielfaches ökologischer, nachhaltiger und umweltschonender ist als der Anbau und die Verarbeitung von Baumwolle.

[1] https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/das-aelteste-kleid-der-welt

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